Pilot Tagesstruktur

Aufgrund der hohen Nachfrage, durchschnittlich rund 150 Jugendliche täglich und an Spitzentagen bis zu 200, stösst unser Mittagsangebot an seine Kapazitätsgrenzen. Die vorhandenen Ressourcen sind insbesondere in den Bereichen Finanzen, Personal und Raum stark ausgelastet.

In einem breit abgestützten Projektteam aus Schulpflege, Schulleitung und der Leitung Mittagstisch wurden deshalb verschiedene Massnahmen erarbeitet, um auf diese Herausforderungen gezielt zu reagieren und weiterhin ein verlässliches und qualitativ gutes Angebot sicherzustellen.

Im Rahmen eines Pilotprojekts wird das bisherige Mittagsangebot künftig auf Montag und Dienstag konzentriert. Am Donnerstag und Freitag findet neu wahlweise eine Lektion Lernatelier am Morgen oder über Mittag statt.

Nach den Sportferien wurde ein Elternbrief mit einer freiwilligen, unverbindlichen Umfrage verschickt. Die Rückmeldungen wurden sorgfältig ausgewertet. Die wichtigsten Fragen daraus haben wir für Sie zusammengestellt und nachfolgend im FAQ-Bereich beantwortet. Hier geht es zu den Antworten auf die häufigsten Fragen.

 

FAQ – Pilot Tagesstruktur

Das bestehende Mittagsangebot wird im Durchschnitt von rund 150 Schülerinnen und Schülern pro Tag genutzt, an einzelnen Spitzentagen sogar von nahezu 200. Diese hohe Nachfrage freut uns sehr und zeigt, dass das Angebot einem echten Bedürfnis entspricht.

Bei der Einführung vor einigen Jahren wurde jedoch nicht mit einer derart grossen Nutzung gerechnet. Die Entwicklung bringt uns deshalb zunehmend an die Grenzen unserer Ressourcen, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Finanzen und vor allem auch beim Personal.

Um die Qualität und Verlässlichkeit des Angebots langfristig sicherzustellen, sind Anpassungen notwendig. Das Pilotprojekt soll dazu beitragen, eine tragfähige Lösung für die Zukunft zu entwickeln.

Der Betrag von CHF 6.50 pro Tag wurde festgelegt, um einen Teil der anfallenden Kosten für Betreuung und Kursangebote zu decken und gegenüber der Öffentlichkeit bzw. den Steuerzahlenden eine faire Lösung zu schaffen.

Würden die effektiven Kosten vollständig verrechnet, läge der Betrag deutlich höher. Dies ist jedoch ausdrücklich nicht das Ziel der Schule.

Mit dem Pilotprojekt verfolgen wir das Ziel, das Angebot langfristig zu sichern und gleichzeitig die Schule zu entlasten, dies, ohne die Kosten vollständig auf die Eltern zu übertragen.

Diese Rückmeldungen nehmen wir sehr ernst.

Die Sekundarschule Andelfingen ist bereits heute und auch künftig bestrebt, Familien in finanziell herausfordernden Situationen zu unterstützen. In solchen Fällen suchen wir gemeinsam nach individuellen Lösungen.

Für eine entsprechende Prüfung ist ein Steuerauszug sowie ein persönliches Gespräch erforderlich.

Ein genereller Geschwisterrabatt ist derzeit nicht vorgesehen, da mehrere Kinder nicht automatisch zu weniger Aufwand oder geringeren Kosten für die Schule führen. Uns ist es jedoch wichtig, auch in solchen Situationen gemeinsam tragbare Lösungen zu finden.

Aufgrund der Stundenplanung waren wir teilweise gezwungen, Anpassungen vorzunehmen.

Wir sind der Auffassung, dass viele Schülerinnen und Schüler am Morgen aufnahmefähiger sind als am späten Nachmittag. Gleichzeitig ist es nicht unser Ziel, den Unterricht regelmässig bis in die Abendstunden (z. B. bis 18:00 Uhr) auszudehnen.

Vor diesem Hintergrund erachten wir einen leicht früheren Unterrichtsbeginn um 15 Minuten als sinnvollere Lösung.

Das Pilotprojekt wird zeigen, ob sich diese Anpassung bewährt. Ihre Rückmeldungen sowie die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler sind uns dabei sehr wichtig, weshalb wir in diesem Punkt bewusst im Austausch bleiben möchten.

Ja, die Lernateliers (LA) sind Bestandteil der obligatorischen Lektionentafel.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass die LA nicht nur am Donnerstag und Freitag stattfinden, sondern je nach Altersstufe wie bis anhin mit unterschiedlicher Anzahl Lektionen über die gesamte Woche verteilt sind.

Im Rahmen des Pilotprojekts werden zwei LA entweder am Morgen oder über Mittag durchgeführt, je nachdem, welche Variante gewählt wird.

Nein, aus unserer Sicht besteht keine Benachteiligung. Im Gegenteil, mit den zwei Varianten möchten wir bewusst auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen. Einige lernen am Morgen besser, andere profitieren von einem späteren Zeitpunkt.

Zudem haben uns viele Schülerinnen und Schüler in Gesprächen zurückgemeldet, dass sie den Schultag teilweise als sehr lang und belastend empfinden.

Mit der neuen Struktur möchten wir den Schulalltag insgesamt kompakter gestalten und damit auch diesem Anliegen Rechnung tragen.

Wir haben bei der Ausarbeitung des Pilotprojekts bewusst darauf geachtet, dass auch Schülerinnen und Schüler aus weiter entfernten Ortschaften weiterhin die Möglichkeit haben, über Mittag in der Schule zu bleiben.

Uns ist bewusst, dass der Heimweg über Mittag für einige Familien nicht praktikabel ist. Deshalb besteht keine Verpflichtung, nach Hause zu gehen. Zudem wurden bei der Stundenplanung die gesetzlichen Vorgaben des Kantons bezüglich der Mittagszeiten vollständig eingehalten.

Die unterschiedlichen Ausgangslagen der Familien sind uns bewusst, und wir werden diese im Rahmen der Evaluation weiterhin berücksichtigen.

Ja. Das Mittagsangebot am Donnerstag und Freitag bleibt bewusst kostenlos. Ebenfalls bleibt das Mittagsangebot kostenlos, wenn die Schule sonderpädagogisch indizierte Kurse oder Wahlfächer über den Mittag legt.

Es wäre grundsätzlich möglich gewesen, auch für diese Tage einen kostendeckenden Beitrag zu verlangen. Darauf wird jedoch ausdrücklich verzichtet.

Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien, Zugang zu einem Angebot über Mittag haben.

Damit möchten wir sicherstellen, dass weiterhin für alle die gleichen Möglichkeiten bestehen und der Pilot aussagekräftig ist.

Das Pilotprojekt ist darauf ausgelegt, die Betreuung sowie die Nutzung der vorhandenen Räume gezielt zu organisieren und sicherzustellen. Am Montag und Dienstag werden weiterhin Kurse angeboten, darunter auch Angebote, bei denen Schülerinnen und Schüler ihre Hausaufgaben erledigen oder sich auf Prüfungen vorbereiten können (z. B. freies Arbeiten).

Gleichzeitig sind wir verpflichtet, eine altersgerechte Betreuung sicherzustellen. Dies wird vom Kanton vorgegeben und ist für uns verbindlich.

Wir sind uns jedoch bewusst, dass der Wunsch nach mehr freien Aufenthaltsmöglichkeiten besteht und werden, falls möglich, entsprechende Rückmeldungen in die Evaluation einbeziehen.

Aus organisatorischen Gründen ist eine vorgängige Anmeldung notwendig.

Die Planung von Räumen und insbesondere des Personals muss frühzeitig erfolgen, damit ein verlässlicher und sicherer Betrieb gewährleistet werden kann.

Diese Rückmeldung ist berechtigt.

Leider liess es die Planung des Projekts nicht zu, früher zu informieren. Für uns war es wichtig, zunächst das Lehrerkollegium umfassend einzubeziehen und deren Zustimmung zum Pilotprojekt einzuholen. Die Schule ist grundsätzlich bestrebt, wichtige Informationen so früh wie möglich zu kommunizieren. Für die teilweise kurzfristige Information bitten wir um Verständnis und entschuldigen uns dafür.

Das Pilotprojekt ist auf eine Dauer von mindestens zwei Jahren ausgelegt. Während dieser Zeit wird es laufend evaluiert.

Ja, das ist ein zentraler Bestandteil des Pilotprojekts.

Wir werden regelmässig Rückmeldungen von Eltern sowie Schülerinnen und Schülern einholen, beispielsweise in Form von Umfragen. Zudem ist vorgesehen, bei Bedarf auch während der Laufzeit Anpassungen vorzunehmen, sofern diese für alle Beteiligten sinnvoll sind und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

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