Spezialwoche 2C

Da unsere Lehrerin im Dezember ein Baby erwartet, gehört sie zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen. Somit wurde das Lager, welches bereits geplant war, kurzfristig gestrichen und Frau Wirz und Frau Vitins stellten eine Projektwoche zu verschiedenen Themen auf die Beine. So richtig traurig schien niemand gewesen zu sein, dass wir nicht ins Klassenlager gehen konnten.

Montag, 7. September 2020 

Wir trafen uns um 8 Uhr in unserem Schulzimmer und wurden in drei Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen sollten die ganze Woche bestehen bleiben und verschiedene Aufgaben sollten wir so lösen.  

Am Morgen erfuhren wir genaueres über die ZVV Trophy, welche am Freitag anstand. Genaueres dazu ist im Bericht der Trophy zu finden. Am Nachmittag lernten wir vieles über den Biber kennen und bereiteten unsere Exkursion vor. Dazu genaueres am Dienstag.  

Somit war der erste Tag der Woche eher trocken und voll von schriftlichen Arbeiten, das sollte aber während dem Rest der Woche noch anders werden. 

 

Dienstag, 8. September  

Wir trafen uns wieder um 8 Uhr im Schulzimmer lösten zuerst verschiedene Quizfragen zum Thema Biber. So konnten wir als Gruppen Punkte sammeln, welche wir wiederum gegen Esswaren eintauschen konnten, denn heute stand das Kochen über dem Feuer auf dem Programm. Pascal und ich landeten schliesslich auf dem zweiten Platz. Wir durften somit als zweite Gruppe wählen, welche Nahrungsmittel wir gerne in unserem Gericht haben würden: Es hatte zweimal Pouletgeschnetzeltes, Kokosmilch, Rahm, Früchte und vieles mehr. Nachdem alles Essen, die Pfannen und weitere Sachen verteilt waren verliessen wir das Schulhaus und gingen an die Thur. Wir kamen zu einer Feuerstelle und versuchten nun selber ein Feuer zu machen. Es ging lange aber Pascal schaffte es dann ein Feuer zu machen. Ich half auch ein bisschen, für mich war es aber nicht sehr einfach. Wir machten uns zuerst daran, den Reis zuzubereiten. Es war nicht ganz einfach diese Pfanne über das Feuer zu halten. Wir hängten die Pfanne an einem Stück Holz über das Feuer, so dass das Wasser schnell kochte. Wir leerten danach das restliche Wasser ab und brieten das Fleisch, würzten mit Curry und liessen die Sauce noch etwas weiterkochen. Uns beiden schmeckte das Essen, wir genossen vor allem, dass wir zuerst fertig waren. Leider gehörte am Schluss auch noch der Abwasch dazu und wir mussten noch auf andere warten, da diese etwas länger für das Feuer brauchten. Als alle fertig aufgeräumt hatten, kehrten wir zum Schulhaus zurück und verabschiedeten uns in die dreistündige Pause, bevor es dann mit der Biberexkursion weiterging. 

Wir trafen uns dazu wieder um 17 Uhr beim Schulhaus und fuhren mit Frau Wirz und Frau Vitins nach Flaach. Dort empfing uns eine Frau, welche uns durch den Abend führte. Sie erklärte uns zuerst verschiedene Sachen zum Biber, brachte auch ein Fell, eine Pfote, einen Schädel und verschiedene Bilder mit. Mir suchten nach Spuren in der Natur, welche der Biber hinterlassen hatte.  

Bevor wir uns dann an den Beobachtungspunkt setzten, assen wir unsere Sandwiches. Bei der Mündung der Thur in den Rhein nahmen wir unseren Platz ein. Es hiess sich möglichst nicht zu bewegen und nicht zu schwatzen, sondern ganz ruhig zu sein und geduldig auf die Tiere zu warten. Das fiel nicht alle so leicht, aber schliesslich machten wir es doch ganz gut und zur Belohnung entdeckten wir dann doch noch einen Biber, wie auch einen sehr schönen Eisvogel. Das war toll und gefiel uns. Bevor es ganz dunkel war, kehrten wir wieder zum Schulhaus zurück. 

 

Mittwoch, 9. September  

Wir trafen wir uns um 9:00 beim Andelfinger Bahnhof und machten uns mit dem Zug auf den Weg nach Zürich. Die Fahrt war kurz, doch gefallen hat sie uns alle, denn wir fuhren für einmal in der ersten Klasse. Angekommen in Zürich, machten wir uns auf den Weg zum Schiff, welches am Bürkliplatz fuhr. Da man mit dem Schiff länger unterwegs ist, als mit dem Zug und wir somit mehr als eine Stunde auf dem Wasser waren, machten wir es uns gemütlich, auch hier durften wir in der 1. Klasse fahren.  

Wir fingen wir an unsere Vorstellungen über den Atzmännig miteinander zu teilen.  

In Männedorf stiegen wir schliesslich aus, machten dort eine Lunchpause und einzelne gingen zur Abkühlung sogar im See baden. 

Mit vollem Magen und nassen Haaren gingen wir den restlichen Weg mit dem Zug und dem Bus weiter, kamen um 14 Uhr im Atzmännig an, bezogen unser Nachtlager und waren bald darauf startklar für den Seilpark. Das Klettern war für viele etwas Neues, doch nach der Einführung kapierten alle, wie es geht und konnten es kaum abwarten uns in die Baumwipfel zu stürzen und kletternd loszulegen. Das Tempo der einzelnen war sehr unterschiedlich. Einige zögerten weiterzugehen da die Höhenangst ihnen im Weg stand, andere verpuppten sich als wahre Kletterprofis. 

Ein grosses Lob verdienten trotzdem alle für ihre Tapferkeit. 

Drei Stunden später gingen wir dann erschöpft zu unseren POD-Houses, und machten uns bereit für das Abendessen. Nach dem Abendessen versammelten wir uns nochmals alle zusammen um unser Verhalten heute Abend zu besprechen und gaben dann abschliessend unsere Handys Frau Wirz und Frau Vitins ab. 

Doch an die Abmachungen hielten wir uns nicht ganz. Späht am Abend schlichen wir aus unseren PODs raus und liefen zu einem Sitzplatz um dort zusammen etwas Zeit zu verbringen. Lange hatten wir jedoch nicht für uns, denn nach kurzer Zeit kamen unsere Lehrpersonen zu uns und schickten uns ohne Diskussion sofort zurück. Um auf Nummer Sicher zu gehen, dass wir dieses mal wirklich im Zimmer blieben, drohte uns Frau Vitins statt die anderen Attraktionen, die noch geplant waren auszuprobieren eine Wanderung mit ihrem Mann zu machen. Also hörte man keinen Mux mehr von uns, denn auf wandern hatten wir keine Lust. 

 

Donnerstag, 10. September  

Den nächsten Morgen starteten wir mit einem leckeren Zmorgen der uns für das Bullriding stärkte. Insgesamt war jeder der Klasse zweimal auf dem Bullen und erlangte Rekordzeiten. Eine halbe Stunde später gingen wir weiter zur Rodelbahn. 

Mit einer Sesselbahn, die uns direkt hoch zur Rodelbahn führte, rasten wir auch dort je zweimal die Bahn hinunter. Ein grosses Highlight war dort uns gegenseitig herauszufordern, wer schneller als der andere war. Als das Rodeln dann auch mal ein Ende fand, durften wir uns frei im Atzmännig austoben und fuhren viele Bahnen. Nach dem Mittag bestiegen wir dann wieder das Postauto und machten uns müde, aber zufrieden auf den Nachhauseweg.  

 

Freitag, 11. September 

Heute stand die ZVV Trophy vor der Tür. Am Montagmorgen erhielten wir die Route, welche wir heute im Netz des ZVV abzufahren hatten. Während der Fahrt galt es, verschiedenen Fragen zu beantworten, wobei wir viele davon auch am iPad lösen konnten. In unserer Gruppe meldeten wir uns in der Schule an, erhielten die Tickets und zogen los. An vorgegebenen Stationen mussten wir dann aussteigen, den Lehrpersonen ein Selfie schicken und versuchen, die restlichen Fragen zu beantworten. Manchmal fragten wir auch Leute, die wir trafen, ob sie uns helfen konnten. Meistens waren diese sehr hilfsbereit und so konnten wir bald wieder in den nächsten Zug einsteigen und weiterreisen. Um 15 Uhr waren wir mit unserer Route fertig und wir machten uns auf den Heimweg.  

Obwohl wir nicht ins Lager gehen konnten, hatten wir in dieser Woche viel Spass, lernten viel und verbrachten eine gute Zeit.