Projektwoche «Wald»

Die Klassen 2Aa und 2Ab beschäftigten sich mit dem Thema „Wald“.  Wir arbeiteten mit dem Forstbezirk Kleinandelfingen unter der fachkundigen Leitung von Karl Schwarz zusammen. Wir machten diverse Exkursionen und führten verschiedene Arbeiten aus. Hier ist ein Überblick über die verschiedenen Aktivitäten dieser Woche.

 

Schlagräumung

Exkursion Waldarten bei Karl Schwarz und Thomas Rothlin

Nach der Znünipause, um ca. 10 Uhr, liefen wir im Eiltempo von der Laubhauhütte auf einem lastwagenbefahrbaren Weg los. Karl Schwarz bzw. Thomas Rothlin zeigten uns das jüngste Baumentwicklungsstadium: den Jungwuchs! Nach dem Jungwuchs kam das Dickicht. Nun gingen wir an einer Lichtung vorbei, die wegen dem Lotharsturm entstanden ist! Jetzt wachsen dort nur noch Brombeersträucher und Brennnesseln. Kurz danach kamen wir am nächsten Entwicklungsstadium vorbei, dem Stangenholz! Beim Nadelstangenholz gibt es keinen Jungwuchs, weil dort kein Licht hinfällt. Die nächste Entwicklungsphase ist das Baumholz. In diesem Stadium werden die meisten Bäume verkauft. Danach folgt das Altholz, mit den ältesten noch lebenden Bäume des Waldes. Die Förster erzählten uns noch vom Mittel-, Nieder- und Hochwald. Der Hochwald ist die Baumsorte mit nur einem Stamm. Der Niederwald hingegen hat Bäume mit mehreren Stämmen. Der Stamm wird abgesägt und es wachsen neue Triebe, so entsteht der Niederwald. Der Mittelwald ist ein Gemisch aus Nieder- und Hochwald. Ausserdem gibt es noch die natürliche und künstliche Verjüngung, aber die künstliche Verjüngung wird heutzutage gar nicht mehr angewendet, weil sie erstens zu teuer ist und sich zweitens der Wald selber fortpflanzen kann! Bei der natürlichen Verjüngung gibt es keine Eingriffe in den Wald, junge Pflanzen entstehen durch selbständige Verbreitung. Die künstliche Verjüngung hingegen wird von den Förstern gepflanzt und mit einer Einhagung umzäunt! Karl Schwarz zeigte uns den Wald, in dem das letzte Mal künstliche Verjüngung gemacht wurde, das war 1986! Aber in den letzten paar Jahren mussten die Lehrlinge für die Ausbildungsprüfung eine künstliche Verjüngung demonstrieren! Nun, da wir die verschiedenen Baumsorten und -arten kennen gelernt hatten, liefen wir wieder zur Laubhauhütte zurück, wo wir unser Mittagessen einnahmen.

 

Praktische Arbeiten

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begannen wir mit den Arbeiten, wie zum Beispiel Holz sammeln, das wir danach auf Haufen aufschichteten und verbrannten. Einige Haufen liessen wir auch liegen, um den Lebensraum der Tiere, wie zum Beispiel Insekten und Vögel, zu erweitern.

Da mittwochs Karl Schwarz abwesend war, ersetzte ihn Thomas Rothlin (im 3. Lehrjahr). Er und seine Crew führten uns in die Kunst des Unkraut jäten ein, dafür benutzten wir das von Thomas bezeichnete „coole Teil“ und weitere Arbeitsgeräte. Nun ist der Weg bei der “Grille“ besser zugänglich und sieht viel schöner aus.

Es waren sehr amüsante Tage.